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Häufige Fragen zu unserer Therapie

Was zeichnet eine gute Therapie aus?

Schwer zu beantworten! Ich weiß nur, dass es wichtig ist; dass ein tiefes Vertrauensverhältnis existiert, dass alles, was wir Therapeuten machen deutlich ist; dass es jedem einsichtig ist warum, wieso, weshalb. Entsprechend sollte auch die Ursache der Problementwicklung deutlich erarbeitet werden, denn häufig liegen Ursachen in persönlichen Entwicklung oder in einem Bereich, der uns nicht direkt zugänglich ist. Für viele Aktionen im Bereich der Therapie ist es nötig solch eine verschlossene Tür zu öffnen, manchmal klemmt sie einfach nur und mit dem richtigen Vorgehen kann man diese Türe dann doch einen Spalt öffnen.

Auf Grund der langjährigen Erfahrungen und Zusatzausbildungen, wobei hier nur einige wichtige erwähnt wurden, versuche ich aus allen die Anteile herauszufiltern, die für die Erreichung der Zielvorstellung mit dem Patienten angemessen erscheinen. 

Dabei sollte nie die Ursache einer Problementwicklung aus dem Auge verloren werden, denn dort sollten grundlegende Veränderung erreicht werden.

Intensive Elterngespräche und -beratungen gehören zum Therapiekonzept meiner Praxis. Dies ist eine wichtige Grundlage einer nachhaltigen Therapiearbeit. Sie entspringt einem humanistischen Verständnis und ist in der Verbindung mit der Salutogenese für mich die Basis guter Therapie am Menschen.

Die langjährigen Erfahrung mit Pflege- und Adoptivkindern zeigen einen weiteren Ansatz in der Aufarbeitung ihrer Vorerfahrungen und der sich daraus ergebenden Arbeit. Dazu hatte ich das Glück eine traumatherapeutische Ausbildung mitzumachen und diese, in Verbindung mit der Ergotherapie, bedeutet eine weitreichende Hilfe, nicht nur für diesen Personenkreis.

Warum gibt es bei uns keine Gruppentherapien?

Im Laufe der letzten 20 Jahre haben wir dies Thema immer wieder diskutiert und ausprobiert, mit unzureichendem Erfolg für die Patienten (meistens ja die Kinder) und für den von uns gewünschten Therapieerfolg. D.h. nicht das so etwas nie klappen kann, aber nach kurzer Zeit merkt jeder, dass wir in der individuell abgestimmten Therapie einen größeren Erfolg erleben. Der Wunsch ist oft verständlich, in der Gruppe verhalten sich die Kinder oft nicht so wie erwartet und somit sollen sie dies bei uns lernen. Richtig, aber das ist oft nur kurz gedacht. Warum verhält es sich nicht in der Gruppe entsprechend, das ist hier die richtigere Fragestellung und daraus ergibt sich oft ein gravierendes Problem in der Grundproblematik eines Kindes. Wenn dies erkannt, behandelt und akzeptiert wird, ist oft auch die Gruppenproblematik vorbei, denn nicht das aktuelle Verhalten ist das Problem, sondern die dahinterliegende Ursache ist das Problem.

Warum arbeiten wir nicht an den schlechten Noten des Kindes und verbessern die schulischen Leistungen nicht durch eine Art Nachhilfe?  

Ganz einfach, die Heilmittelrichtlinie der Krankenkasse gibt uns eindeutig vor, was wir machen dürfen und was nicht. Das heißt eindeutig keine Nachhilfe, keine Probleme im pädagogischen Bereich dürfen der Kasse zu Lasten gelegt werden und das ist richtig so, denn eine Krankenkasse ist dazu da, um Schwierigkeiten, die durch Krankheiten entstehen zu vermeiden, zu verändern oder zu verbessern. Und wenn man mal genau hinschaut entstehen schlechte Noten oft nicht durch falsches Lernen oder schlechte Pädagogik. Sie entstehen, weil den Kindern die Grundlage für das Lernen fehlen kann. Nicht die pädagogische Kompetenz, sondern die Basis hat Lücken! Mathematikprobleme gehen oft einher mit Verständnisproblemen im Bereich der Raumlagewahrnehmung, der Raumorientierung oder auch einer Sehproblematik und diese Probleme gilt es zu entdecken und ihnen Hilfen zukommen zu lassen.

Warum lege ich soviel wert auf die vorangegangenen Aussagen und Hinweise?

Es gibt verschiedene Gründe für diese Grundhaltung.
Zum einen ist mir als Nachkriegskind die Erziehung zur Völkerverständigung als Grundlage von Beziehungen mit in die Wiege gelegt worden. 
Zum anderen fasziniert mich die Auseinandersetzung auf philosophische Art mit den Themen der Hilfe,der Therapie und der Grundeinstellung zu den damit verbundenen Themenbereichen.
In der christlichen Erziehung liegt der Begriff der Nächstenliebe und der Bergpredigt verwurzelt.

Und zuletzt ändert sich die Sichtweise im Zusammenleben mit behinderten Menschen, die Bedeutung von Wichtigkeiten im Leben. Es öffnen sich neue Sichtachsen. So ist es nie wichtig, dass alles, was ich als Therapeut sehe, auch therapiert werden muss, denn ich sehe viel, aber ist es nicht genau das, was uns voneinander unterscheidet, die Vielfältigkeit auch unserer Fehler, Ecken und Kanten. Wir sind keine funktionierenden Maschinen, wir sind individuelle Lebewesen und da ist nicht alles glatt. Und trotzdem sollte man möglichst das versuchen zu verändern, was die Lebensqualität stört; es gibt immer verschiedenen Alternativen, die es gilt zu finden.

Dies ist ein kleiner Ausschnitt meines Ansatzes und Verständnisses von Therapie und der Arbeit eines Therapeuten. Sollten Sie noch weitere Erklärungen wünschen, würde ich mich über ein persönliches Gespräch sehr freuen.